Friedrichshain - Ein Ostbezirk zwischen DDR Vergangenheit und Verjüngungskur (zu Fuß + per Rad)
Schon von den Nazis als »roter« Arbeiterbezirk bekämpft, heute ein Bezirk im Ostteil der Stadt mit Utopien und einem eindrucksvollen Architekturdenkmal aus der Gründerzeit der DDR. Auf der ehemaligen »Stalinallee« begann die junge DDR ihr nationales Wiederaufbauprogramm.
»Arbeiterpaläste für das Volk« als Zeichen einer neuen Gesellschaft. Hier nahmen die Demonstrationen am 17. Juni 1953 ihren Anfang und wurden blutig niedergeschlagen. - Dieser dicht besiedelte und flächenmäßig kleinste Bezirk Berlins hat seit dem Mauerfall relativ viel Authentizität bewahrt. »Ostalgie«, »Ostiges«, Zeugnisse aus Politik und Alltag der DDR lassen sich hier noch finden und nachvollziehen...Trotzdem brachte die Wende Brüche und Neuanfänge - Hausbesetzungen, Bevölkerungswandel, politischen Wandel und eine verjüngte Szene rund um den Boxhagener Platz. Soziale Not und Häuserverfall, neuer Wohlstand und hervorragend sanierte Straßenzüge existieren nebeneinander. Eine Mischung aus politischen Initiativen, bürgerschaftlichem Engagement, Kreativszene, Kneipen, Plätzen, kleinen Geschäften, Studenten, Partyvolk und subkulturellen Projekten schaffen Kiezatmosphäre. Noch gibt es bezahlbaren Wohnraum, die Verjüngungskur hält an.